Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr
Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr
Während der Dreharbeiten zu Shoah sammelte Claude Lanzmann über 350 Stunden Filmmaterial. Aus dem ungenutzten Material entstanden später vier eigenständige Filme, die sogenannten Fortschreibungen. Alle Filme werden nach einer kurzen Einführung und mit der Möglichkeit zum anschließenden Austausch im NFJ-Laden gezeigt.
Der Film (2001, 95 min) widmet sich dem erfolgreichen bewaffneten Aufstand und Ausbruch der jüdischen Häftlinge im nationalsozialistischen Vernichtungslager Sobibor. Im Mittelpunkt steht ein ausführliches Interview mit dem polnisch-jüdischen Überlebenden Yehuda Lerner. Er war damals 16 Jahre alt und schildert detailliert die Planung, die Vorbereitungen (unter Mitwirkung des sowjetischen Offiziers Alexander Petscherski) sowie den Ablauf der Revolte exakt um 16:00 Uhr. Wie in Shoah verzichtet Lanzmann völlig auf Archivmaterial oder Spielszenen. Die Kraft des Films liegt allein in der gesprochenen Erinnerung, Lanzmanns präzisen Fragen und den damaligen Aufnahmen der Gedenkstätte und der Waldlandschaft von Sobibor.
Eintritt frei und ohne Anmeldung.
Weitere Termine der Filmreihe:
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- Dezember 2026, 19 Uhr: Der Karski-Bericht [2010, 49 min]
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- Januar 2027, 19 Uhr: Ein Lebender geht vorbei (1999, 65 min)
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- Februar 2027, 14 Uhr: Der letzte der Ungerechten (2013, 218 min)