Der Karski-Bericht
Der Karski-Bericht
Während der Dreharbeiten zu Shoah sammelte Claude Lanzmann über 350 Stunden Filmmaterial. Aus dem ungenutzten Material entstanden später vier eigenständige Filme, die sogenannten Fortschreibungen. Alle Filme werden nach einer kurzen Einführung und mit der Möglichkeit zum anschließenden Austausch im NFJ-Laden gezeigt.
Der Film (2010, 49 min) beleuchtet die Mission von Jan Karski, einem Kurier des polnischen Untergrunds, der 1942 heimlich in das Warschauer Ghetto und das Transitghetto Izbica eingeschleust wurde, um der westlichen Welt Beweise für die systematische Vernichtung der europäischen Juden zu liefern. Im Mittelpunkt steht das historische Interview mit Jan Karski, das Lanzmann bereits 1978 in Washington, D.C. für Shoah führte. Während Karski im Hauptwerk vor allem über die Schrecken im Ghetto spricht, dokumentiert dieser Film den zweiten, damals unveröffentlichten Teil des Interviews: Karskis Treffen mit westlichen Spitzenpolitikern im Jahr 1943. Auch in diesem Film verlässt sich Lanzmann ganz auf die Präsenz und die präzisen Worte des Zeugen, ergänzt durch Lanzmanns eigene Einordnung aus dem Jahr 2010.
Eintritt frei und ohne Anmeldung.
Weitere Termine der Filmreihe:
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- Oktober 2026, 19 Uhr: Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr [2001, 95 min]
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- Januar 2027, 19 Uhr: Ein Lebender geht vorbei (1999, 65 min)
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- Februar 2027, 14 Uhr: Der letzte der Ungerechten (2013, 218 min)