Gedenkstättenfahrt nach Riga
Gedenkstättenfahrt nach Riga
Auch in diesem Jahr wird es bei der NFJ Berlin wieder eine Gedenkstättenfahrt nach Riga geben. Die zentralen Themen der Reise sind die Shoah in Lettland, die deutsche Besatzungszeit, das Ghetto in Riga, Kollaboration und Widerstand. Wir wollen Museen und Gedenkstätten in der Stadt und in den Wäldern der Umgebung besuchen und sprechen mit Akteur:innen und Historiker:innen vor Ort. Außerdem beschäftigen wir uns mit der jüdischen Ortsgeschichte, der sowjetischen Besatzungszeit, sowie Gedenkkulturen und Erinnerungspolitiken in Lettland. Die Reise wird vom 07. bis 15. November 2026 stattfinden. Ziel der Reise ist es, das Bild der Shoah als von Berlin aus geplanten Genozid zu dezentrieren und für die Rolle regionaler Bedingungen zu sensibilisieren.
1920 hatte Riga eine jüdische Bevölkerung von ca. 30% und wir beginnen die Fahrt mit der Auseinandersetzung zur jüdischen Ortsgeschichte. Nach der Auseinandersetzung mit lettischer Besatzungsgeschichte und Kollobaration besuchen wir die unterschiedlichen Orte der Vernichtung: Die Orte der NS-Massenerschießung lettischer Jüdinnen und Juden in den nahegelegenen Wäldern Rumbula und Bikernieki, das Rigaer Ghetto für die jüdische Bevölkerung sowie den Ort des nach Schließung des Ghettos 1943 errichteten KZs Kaiserwald im Rigaer Vorort Mežaparks. Darüber hinaus sind weitere Orte wie der Bahnhof Skirotava und das „Arbeitserziehungslager“ Salaspils Teil der Gedenkstättenfahrt.
Neben den Orten der Vernichtung widmen wir uns auch den Themen Widerstand und Hilfe für Jüdinnen und Juden. Außerdem gilt unser Blick Formen der Erinnerung und des Gedenkens an die Shoah und an lettische Mittäterschaft. Auch die konkurrierenden Gedenkkulturen, die in Lettland durch die Zeit der sowjetischen Besatzungen die Erinnerung an die NS-Besatzung überlagern, werden während der Fahrt thematisiert. Für Personen aus Berlin und Brandenburg kann die Fahrt als Bildungszeit („Bildungsurlaub“) beansprucht werden. Am 25. Oktober findet ein verbindliches Vorbereitungstreffen statt für organisatorische Absprachen und die inhaltliche Vorbereitung.
Der Teilnahmebeitrag beträgt 250€. Im Preis enthalten sind Unterkunft (Apartments mit Einzel-Schlafzimmern und Möglichkeit zur Selbstversorgung/Küche), zwei umfangreiche Reader, Eintritte in Museen und Gedenkstätten, sowie Führungen. Die An- und Abreise, ÖPNV-Tickets, sowie Verpflegung vor Ort müssen individuell organisiert und bezahlt werden. Wer es vorher mit uns abspricht und nach der Fahrt die Belege dafür einreicht, kann 80€ Zuschuss zu den Fahrtkosten bekommen, die nach der Fahrt ausgezahlt werden. Die Reisegruppe wird aus ca. 15 Personen bestehen.
Anmeldung bis zum 15. Mai 2026 an riga@nfj-berlin.de Bei allen weiteren Fragen schreibt uns eine Mail!
Die Gedenkstättenfahrt wird gefördert durch: - das Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, - das Bundesprogramm “Jugend erinnert”, - den Kinder- und Jugendplan des Bundes., - die Bethe-Stiftung und - dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH (IBB) – Zentralstelle zur Förderung von Gedenkstättenfahrten.