Institutioneller Rassismus in Deutschland: Studienergebnisse und Handlungsempfehlungen

NFJ-Laden
Weichselstr. 13 12045 Berlin-Neukölln DE
Dr. Sina Arnold Naturfreundejugend Berlin

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Das rechtsterroristische, rassistische Attentat von Hanau 2020 war Anlass für die Bundesregierung, einen Kabinettsausschuss “zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus” zu gründen. In einem Maßnahmenkatalog wurde festgehalten, dass “ein stärkeres Bewusstsein für Rassismus als gesamtgesellschaftliches Phänomen” geschaffen werden sollte. Eines der Vorhaben war eine große Studie zu “Institutionen und Rassismus”. Drei Jahre lang wurde in 23 Teilprojekten an zehn Unis zu Rassismus in Behörden geforscht.

Sina Arnold war eine der Projektleiterinnen der Studie, die im Februar 2026 erschienen ist. Sie wird klären, was mit “institutionellem Rassismus” gemeint ist und anhand der InRa-Studie veranschaulichen, wie er sich in unterschiedlichen Behörden und anderen Institutionen zeigt.

Wir sprechen über Ausdrucksformen von Antiziganismus in der Geflüchtetenunterbringung, antimuslimischen Rassismus in Sozialbehörden, Grenzziehungen im Berliner Ordnungsamt, “racial profiling” bei der Berliner Polizei und werfen einen Blick auf Studien zu Antisemitismus in der Schule. Am Ende soll auch über die Handlungsempfehlungen der InRa-Studie gesprochen werden und darüber diskutiert, was das für die Arbeit in Organisationen - darunter etwa Jugendverbänden - bedeuten kann.

Sina Arnold ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung und dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammen-halt. Sie ist Mitglied der Naturfreunde und aktiv in der Gedenkarbeit an den antisemitischen und rassistischen Anschlag von Halle.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 05. Mai 2026 um 19:00 Uhr im NFJ-Laden (Weichselstr. 13, 12045 Berlin-Neukölln) statt. Ihr müsst euch nicht vorher anmelden und könnt einfach vorbeikommen.