Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie

Was hat es eigentlich auf sich mit dieser Art des Wirtschaftens? Jede_r findet's normal:

Viele Leute brauchen einen Job, um an Geld zu kommen. Sie haben also erstmal keines, brauchen es aber. Sie selbst haben es nicht in der Hand einen "Arbeitsplatz" zu bekommen und verkaufen sich deshalb bei Leuten, die wohl den Beruf haben, "Arbeit zu vergeben" - wenn ihre Geschäfte "wachsen".

Dass viel davon abhängig ist, wird hierzulande schnell zum Anlass genommen, den Unternehmen die Daumen für ihren Erfolg zu drücken. Dass es haufenweise stressige Jobs gibt, die Menschen körperlich und psychisch fertig machen und nicht gerade viel zum Leben lassen, wird damit hin genommen, dass man froh sein kann, überhaupt noch Arbeit zu haben. Schließlich droht einem ständig Arbeitslosigkeit, weil es anscheinend einfach "zu wenig" Arbeit gibt.

Warum ausgerechnet wenig Arbeit kein Grund zur Freude, sondern für Armut ist; was das eigentlich sein soll - ein "Job" oder ein "Arbeitsplatz"; warum die Leute ausgerechnet eine Sache, die man gar nicht essen kann "verdienen" müssen und warum "die Wirtschaft" eigentlich immer "wachsen" muss -- soll in diesem Workshop mal nicht als "ist doch normal, muss man halt mit umgehen" behandelt, sondern erklärt werden. Gleichzeitig soll gezeigt werden, warum die unschönen Phänomene der Armut im Kapitalismus tatsächlich normal, weil zu dieser Wirtschaftsweise notwendig dazugehörend, sind. Und es soll eine einführende Kritik an diesem Normalzustand geleistet werden.

Von jimmy boyle Berlin